Allgemeine Situation

Die Virunga-Region im Länderdreieck Uganda, Ruanda und in der Demokratischen Republik Kongo ist reich an natürlichen Ressourcen. Trotzdem gehört die Gegend zu den ärmsten der Welt. Bürgerkriege, extreme Armut, Krankheiten, Wilderei und Mangel an Infrastruktur warfen die Weiterentwicklung dieser Gegend immer wieder zurück.

 

Die Herausforderung

Die Bergregenwälder in der Virunga-Region, letzter Lebensraum der Berggorillas, sind fruchtbar und reich an Biodiversität. Dieser Reichtum machte die Gegend zu den am dichtest besiedelten Gebieten Afrikas mit 420 Menschen pro Quadratkilometer. Mehr als 85 % leben von Landwirtschaft als einzige Einkommensquelle. Ein nachhaltiges Wohlergehen der Menschen hier hängt also von den natürlichen Ressourcen und intakten Ökologie in der Region ab sowie von Einkommen aus neuen Wirtschaftszweigen wie z.B. dem Tourismus zur Tierbeobachtung.

Im Mittelpunkt dieser Problematiken leben die gefährdeten Berggorillas, deren Zukunft unmittelbar mit dem Frieden und Wohlstand der Menschen zusammenhängt.
 

So können Sie helfen 

Zwei außergewöhnliche Organisationen, die sich dem Schutz der Berggorillas widmen, benötigen Ihre Unterstützung. Bitte spenden Sie, damit diese sinnvolle Arbeit auch in Zukunft gesichert werden kann!

 

IGCP International Gorilla Conservation Programme

Ziel ist der Schutz der Berggorillas und die Erhaltung des natürlichen Habitats, der afrikanische Bergregenwald in Uganda, Ruanda und in der Demokratischen Republik Kongo. Das IGCP arbeitet ausschließlich regional und dadurch eng mit den Verwaltungen der Nationalparks der 3 Länder zusammen und erreicht so die maximale Wirkungskraft. Capacity building und koordinierte Zusammenarbeit zwischen den 3 Parkverwaltungen erhöht die Effektivität des IGCP. Neueste Techniken zur Untersuchung der gesellschaftlich-wirtschaftlichen Entwicklungen innerhalb der Schutzräume in allen 3 Ländern werden angewandt, denn Lebensstandard und Artenerhaltung hängen unmittelbar zusammen. Das IGCP verändert die Einstellung der Einheimischen in Sachen nachhaltige Nutzung von Ressourcen, Naturschutz und anderen lokalen Angelegenheiten durch Gemeindeinitiativen, um die Gefahren für die Schutzgebiete und die Tiere zu senken. Gleichzeitig arbeitet das IGCP eng mit Entscheidungsträgern aus der Politik zusammen, um sicher zu stellen, dass jedes der 3 Länder die Vorteile auf lokaler und nationaler Ebene aus dem Schutzprogramm erkennt und nutzt. Der 10%ige Anstieg der Berggorillapopulation in den letzten 10 Jahren gibt der Arbeit der IGCP recht.

Seit dem Gründungsjahr 1991 arbeitet das IGCP eng mit seinen Kooperationspartnern African Wildlife Foundation (AWF), Fauna & Flora International (FFI) und dem World Wide Fund for Nature (WWF) zusammen.

 

AWF African Wildlife Foundation 

In enger Zusammenarbeit mit der Partnerorganisation IGCP sammelt die African Wildlife Foundation Spenden für die Virunga-Region, um die Zukunft der Berggorillas zu sichern. Schwerpunkt der Arbeit des AWF ist zum einen die Vergabe von Gorillapatenschaften zum anderen die Finanzierung der Ausbildung und Arbeit der Wildhüter. Die Gorillagruppen werden rund um die Uhr von den Wildhütern beobachtet, um Wilderer abzuschrecken und für wissenschaftliche Informationsfindung zu den verschiedenen Tierarten, Lebensräumen und Wassersystemen. Untersuchungen zu Habitatzerstörung durch Abholzen, Brandrodung und Überweidung gehören auch zu den Aufgaben.

Nachdem im Jahr 2007 leider 10 Gorillas getötet wurden, ist die Arbeit der Park Ranger wichtiger denn je und der AWF benötigt dringend finanzielle Unterstützung, um die Grundausrüstung und Gehälter der Wildhüter bezahlen zu können.